LWL-Tagesklinik Marsberg eröffnet
In Marsberg gibt es eine neue Tagesklinik in den Räumlichkeiten des LWL-Klinikums Marsberg, Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik, mit zwölf Plätzen für Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis 18 Jahren. Behandelt wird das gesamte Spektrum physischer Erkrankungen wie zum Beispiel Ängste, Depressionen, Schulvermeidung oder ADHS.
Die Tagesklinik ist ein Bindeglied zwischen ambulanter und stationärer Versorgung. Wenn ein ambulantes Angebot nicht ausreicht aber der Klinikaufenthalt auch nicht infrage kommt, greift das teilstationäre Angebot. In die Tagesklinik gehen Patient:innen von 8 bis 16 Uhr. In dieser Zeit erleben die jungen Menschen einen strukturierten Tagesablauf aus Therapien, Unterricht in der klinikeigenen Schule und Freizeit. Die Betreuung erfolgt durch ein multiprofessionelles Team. Die Tagesklinik ist eine Klinik ohne Bett. Abends und am Wochenende sind die jungen Patient:innen zuhause. Weitere LWL-Tageskliniken befinden sich in Meschede, Höxter und Paderborn.
Privat-Dozent Dr. Robert Waltereit, Ärztlicher Direktor, sagt: "Tageskliniken sind ein zentraler Baustein für eine gute psychiatrische Versorgung vor Ort. Die Kinder und Jugendlichen bleiben in ihrem gewohnten Umfeld. Entweder in ihrer Familie, bei ihren Bezugspersonen oder in ihren Wohngruppen. In Therapien Erlerntes kann so gleich im Alltagsgeschehen und in den vertrauten sozialen Strukturen angewendet werden."
Die unmittelbare Nähe zu den Stationen und der Institutsambulanz sei von Vorteil. "Wenn Kinder und Jugendliche von der Klinik in die Tagesklinik wechseln oder umgekehrt, sind Räumlichkeiten und Gesichter vertraut. Unsere Angebote greifen ineinander über", so Waltereit. "Insgesamt wird die Psychiatrie der Zukunft sich an die immer flexibler werdende Lebenswirklichkeit der Menschen anpassen. Ein Netz von Tageskliniken ist ein guter Anfang", erklärt der Ärztliche Direktor.