Sozialdienst
Sozialdienst
Der Sozialdienst in der Kinder- und Jugendpsychiatrie gehört zum multiprofessionellen Team in den einzelnen Stationen.
Der Sozialdienst unterstützt bei der Wiedereingliederung in Familie, Schule und Alltag durch Beratung, Begleitung, Vernetzung und Koordinierung.
Bei Bedarf stellt der Sozialdienst den Kontakt zu Behörden und Institutionen, wie zum Beispiel Jugendämter und Beratungsstellen her, um weiterführende Hilfen einzuleiten.
Das Team des Sozialdienstes unterliegt dabei der Schweigepflicht.
Ansprechpartnerinnen Sozialdienst
Johanna Bodenhausen
Telefon: 02992 / 601-3722
Villa Kunterbunt - Jugend-Station 21A1 und
Leuchtturm - Akutstation 21B1
Christian Hageböke
Antonia Haurand
Niklas Joostberens
Jugendforensik
Christina Loch
Pia Sarrazin
Marie Künemund
Sofia Langer
Alexandra Rudolph
Kooperationen mit Jugendämtern
Jugendämter
Jugendämter sind ein wichtiger Ansprech- und Kooperationspartner für den Sozialdienst. Einige Jugendämter bieten eine regelmäßige Sprechstunde in der Klinik an, Termine vermittelt der Sozialdienst. Das Jugendamt unterstützt Eltern/Erziehungsberechtigte bei der Erziehung, Betreuung und Bildung von ihren Kindern. Das Angebot der Unterstützungen ist vielfältig. Sie orientieren sich an Wünschen und Zielen der Betroffenen und handeln zum Wohle des Kindes/Jugendlichen/jungen Erwachsenen.
Alle Infos gibt es auf www.unterstuetzung-die-ankommt.de genauer über die Unterstützungsmöglichkeiten des Jugendamtes.
Das LWL-Klinikum Marsberg hat eine Kooperationsvereinbarung mit Städten und Kreisen ihres Versorgungsgebietes geschlossen:
- Kooperationsvereinbarung Jugendämter aus dem Versorgungsgebiet
- Internetseiten LWL-Landesjugendamt
Kooperationstreffen Schulsozialarbeit
Vernetzung macht stark
Kooperationstreffen: LWL-Klinikum Marsberg lädt Schulsozialarbeiter:innen ein
Jedes Jahr ein wichtiger Termin: Der Sozialdienst des LWL-Klinikums Marsberg, Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik, hat die Schulsozialarbeiter:innen aus dem Versorgungsgebieten Hochsauerlandkreis, Höxter und Paderborn zum traditionellen Kooperationstreffen eingeladen. Die Kinder- und Jugendpsychiatrie betreibt in Marsberg eine Klinik mit 50 Betten, in Paderborn mit 30 Betten sowie 4 Tageskliniken mit insgesamt 43 Plätzen. Neu ist die Behandlung von stoffgebundenen und nichtstoffgebundenen Süchten.
Neben dem Team des Sozialdienstes haben auch Chefarzt Privatdozent Dr. Robert Waltereit, seine Stellvertreterin Fachärztin Eike Catharina Cole, Michael Pum, Diplom-Psychologe in der Ambulanz, und Nicole Köchling-Dicke, Schulleitung der klinikeigenen "Schule am Bomberg", die Gäste begrüßt.
Beobachtungen wichtig
Eike Catharina Cole betonte zu Beginn der Veranstaltung: "Psychische Störungen zeigen sich bei Kindern und Jugendlichen ganz anders als bei Erwachsenen. Deshalb sind Beobachtungen so wichtig. Schulsozialarbeiter:innen sind das Bindeglied zwischen Kind, Eltern, Schule und im Bedarfsfall der Psychiatrie." Der gegenseitige Austausch sei wichtig, um ein ganzheitliches Bild von einem Kind oder Jugendlichen und einer vermuteten Störung zu bekommen.
"In unseren therapeutischen Angeboten beziehen wir immer Eltern und wenn möglich Schule bzw. die Schulsozialarbeit mit ein", so die Fachärztin. "Wir beobachten eine zunehmende Strukturlosigkeit in Familiensystemen und eine steigende Anzahl von Notaufnahmen." Michael Pum bestätigte den Eindruck und berichtete aus der Ambulanz. Die Ambulanz ist die erste Anlaufstelle für junge Menschen, die sich Hilfe holen: "In der Marsberger Ambulanz haben sich innerhalb von drei Monaten 1.000 Patientinnen und Patienten vorgestellt. Oft helfen ambulante oder teilstationäre Angebote. Reichen diese nicht aus, greift die stationäre Hilfe."
Stundenplan aktiv mitgestalten
Kinder und Jugendliche haben, wenn es das Krankheitsbild zulässt, die Möglichkeit, die LWL-Schule am Bomberg zu besuchen. Schulleiterin Nicole Köchling-Dicke: "Unser Schulunterricht soll die Schüler:innen wieder für den Lebensraum Schule begeistern. Bedeutend ist, dass die Schüler:innen ihren Stundenplan aktiv mitgestalten. Wir arbeiten mit den Lehrkräften und Schulsozialarbeiter:innen während des Klinikaufenthalts und bei der schulischen Wiedereingliederung eng zusammen. Wir alle gemeinsam können viel erreichen."